Auswandern nach Uruguay

Auswandern nach Uruguay – Land und Leute

Uruguay ist ein Land im Südosten Südamerikas und grenzt im Westen an Argentinien und im Norden an Brasilien. Mit einer Gesamtfläche von 176’000 Quadratkilometern ist Uruguay nach Suriname das zweitkleinste Land Südamerikas, aber immer noch etwa so groß wie Syrien oder Weißrussland. Die offizielle Landessprache Uruguays ist Spanisch. Uruguayisches Portugiesisch wird aber im Nordosten Uruguays nahe der brasilianischen Grenze von etwa 24’000 Muttersprachlern gesprochen. 92% sind weißer Abstammung, 5% Mestizen oder Eingeborene und 3% Schwarz, 58% sind Christen, 41% identifizieren sich mit keiner Religion und 1% gehören anderen Religionen an.

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Die größten Städte sind Montevideo, was auch die Hauptstadt Uruguays ist und in der etwa 1,3 Millionen Menschen leben, gefolgt von Salto, Ciudad de la Costa und Paysandú. Insgesamt hat Uruguay etwas mehr als 3,5 Millionen Einwohnern. Montevideo ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes, weshalb es scherzlicherweise auch als “eine Stadt mit ein paar Bauernhöfen im Hinterland” beschrieben. Uruguay ist dafür bekannt, eines der stabilsten und wohlhabendsten Länder Südamerikas zu sein, es ist bekannt für die hohe Sicherheit, den Mate-Tee, das hochwertige Fleisch und gute Weine und für die erfolgreiche Fußballnationalmannschaft – insbesondere wenn man den Erfolg mit der Einwohnerzahl des Landes in Verhältnis setzt.

Korruption in Uruguay?

Aber wie wir später noch herausfinden werden, hat Uruguay weit mehr als das zu bieten. Hier sind einige weitere wissenswerte Fakten zu Uruguay. Uruguay steht in Lateinamerika an erster Stelle im Demokratieindex, und im Index der Korruptionswahrnehmung. Auch besetzt es den ersten Rang aller Länder Südamerikas im Index der Pressefreiheit, Größe der Mittelschicht und Wohlstand. Fast 95% der in Uruguay generierten Elektrizität stammt aus erneuerbaren Energien, hauptsächlich aus Wasserkraftwerken und Windparks.

Fast 100 Prozent „Naturstrom“

Genau wie Paraguay erzeugt Uruguay einen Großteil seines Stromes aus Wasserkraftwerken. Jedoch bedeutet das nicht, dass nur erneuerbare Energien verwendet werden, was nämlich nicht der Fall ist, denn Erdöl ist die größte Importware Uruguays. Die Flagge Uruguays zeigt neun Streifen in weisser und himmelblauer Farbe sowie oben links eine Inkasonne. Die Flagge Uruguays wurde beeinflusst von den Flaggen Argentiniens und den USA. Die Uruguayische Sonne hat aber nur 16 Strahlen, und nicht 32 Strahlen wie die Sonne Argentiniens.

Blau symbolisiert den Himmel und weiß die Wolken. Das Streifendesign wurde von der Flagge der USA übernommen, wobei die neun Streifen die damals neun Regionen Uruguays darstellen.

Heute hat Uruguay aber 19 Regionen. Das Motto Uruguays ist Freiheit oder Tod, was interessanterweise auch das Motto Kubas ist. Uruguays Nationalblume ist der El Ceibo und das Nationaltier der Bronzekiebitz.

Geld und Wirtschaft

In Uruguay zahlt man mit dem uruguayischen Peso. Die uruguayische Wirtschaft ist die 80. größte weltweit und Uruguay hat das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf aller südamerikanischen Länder. In der Geschichte Uruguays war die Rindfleisch- und Wollindustrie die exportstärkste Industrie. Bis heute macht uruguayisches Rindfleisch über 20% aller Exporte aus.

Einige andere wichtige Exportgüter sind Sojabohnen, Reis, Weizen und Holz. Uruguay ist nicht so reich an natürlichen Rohstoffen wie andere südamerikanische Länder, weshalb sich Uruguay stärker auf andere Branchen konzentrieren muss. Ein Beispiel ist die stetig wachsende Softwareindustrie. Viele Informatik-Unternehmen der US-amerikanischen Ostküste lagern die Softwareentwicklung nach Uruguay aus, da der Zeitunterschied zwischen New York und Uruguay nur 2 Stunden beträgt. Der Tourismus ist ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig, der fast 10% zur gesamten Wirtschaftsleistung beiträgt.

Nicht nur Touristen aus Argentinien und Brasilien besuchen Uruguay, sondern auch Touristen aus vielen europäischen Ländern.

Uruguays größte Exportpartner sind China, Brasilien und die USA, während die größten Importpartner China, Brasilien und Argentinien sind. Später in diesem Video wird es mal wieder zwei Erfahrungsberichte geben, einen von ausgewandert nach Uruguay und einen von Martin von Uruguay Erleben. Sie beide sind von Deutschland nach Uruguay ausgewandert, werden über ihre Reisen sprechen und all jenen, die an einer Auswanderung nach Uruguay interessiert sind, nützliche Hinweise geben. Wenn du eine Idee hast, welches Land ich als Nächstes abdecken soll, dann lasse es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Auswandern Uruguay – Vorteile

Was sind die Vorteile einer Auswanderung nach Uruguay und was gilt es im Falle einer Auswanderung zu beachten? Im Jahre 2019 sind offiziell 78 Deutsche nach Uruguay ausgewandert.

Damit ist Uruguay ein eher unbeliebtes Auswanderungsland – es befindet sich nämlich nur auf Platz 82 der Lieblingsauswanderungsdestinationen der Deutschen. Ungefähr 81’000 Menschen, die in Uruguay leben, wurden nicht dort geboren, sondern zogen zu Lebzeiten in dieses Land. Historisch gesehen war die Zuwanderung aus Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland groß.

Die spanischen und italienischen Einwanderer haben die uruguayische Kultur maßgeblich beeinflusst, wie wir später noch sehen werden. In jüngster Zeit haben sich auch Brasilianer, Argentinier und Venezolaner sowie US-Amerikaner in Uruguay niedergelassen. Aber was sind die größten Vorteile einer Auswanderung nach Uruguay? Beginnen wir mit der Tatsache, dass Uruguay – im Gegensatz zu Chile – vor den meisten Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Stürmen verschont bleibt. Anders als in Chile, Kalifornien oder im Südosten der USA bist du vor Naturkatastrophen ziemlich sicher.

Die Tatsache, dass es nur sehr wenige Berge in Uruguay gibt, macht das Land jedoch anfällig für starke Winde.

Klima

Fahren wir mit dem Klima fort. In Uruguay herrscht ein warmes subtropisches Klima mit nur wenigen Temperaturunterschieden im Laufe des Jahres. Da Uruguay ein für südamerikanische Verhältnisse kleines Land ist, ist auch das Klima nicht allzu vielfältig. Da Uruguay auf der Südhalbkugel liegt, sind im Juni und Juli die kältesten Monate zu erwarten, während der Januar und Februar die wärmsten Monate sind.

In Montevideo liegen die täglichen Durchschnittstemperaturen zwischen 11,1 Grad im Juli und 23,2 Grad Januar. Im Sommer können die Temperaturen natürlich noch deutlich steigen. Du kannst dich sicher von sehr tiefen Temperaturen verabschieden, denn die tiefste Temperatur, die je in Uruguay gemessen wurde, lag bei gerade einmal -5,6 Grad. Im Durchschnitt scheint die Sonne etwa 6,7 ​​Stunden pro Tag, verglichen mit den 4,7 Stunden am Tag in Berlin. Während des ganzen Jahres gibt es nur etwa 77 Regentage, was bedeutet, dass nur etwa jeder fünfte Tag ein Regentag ist.

Das Wetter und die Temperaturen in Uruguay können sich aber selbst im Verlaufe des Tages rasch ändern, da es keine schützende Berge gibt. Auch lohnt es sich, über die Natur Uruguays zu berichten. Wie vorhin erwähnt ist Uruguay ein flaches Land – der höchste Punkt beim Cerro Catedral befindet sich bei gerade einmal 514 Metern über Meer. Nur 10% der Landesfläche liegen über 200 Meter über Meer. Der Großteil des Bodens Uruguays ist sehr fruchtbar und wird deshalb für die Landwirtschaft genutzt.

Auch die Tatsache, dass Uruguay sehr wasserreich ist, trägt zum Erfolg der Landwirtschaft bei. Wichtige Flüsse sind der Rio Uruguay, der Rio de la Plata und der Rio Negro. Auch wird vermutet, dass Uruguay über enorme Grundwasserreserven verfügt. Nach einer Volksabstimmung im Oktober 2004 wurde das Recht auf Wasser in Uruguays Verfassung verankert. Diese musste geändert werden und fortan eine Garantie enthalten, dass der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ein grundlegendes Menschenrecht ist und vom Staat gewährleistet werden muss.

Nur etwa 5% des Landes werden von Wäldern bedeckt, was verglichen mit Deutschland, der Schweiz und Österreich wirklich nicht viel ist. Von den einst undurchdringbaren Buschwäldern gibt es in fast keine mehr. Uruguay teilt eine 660 Kilometer lange Küste zum Atlantik, was alle Türen für Aktivitäten öffnet, die in Verbindung mit dem Meer stehen. Es ist kein Zufall, dass die Rambla de Montevideo mit einer Gesamtlänge von etwa 22,2 Kilometern der weltweit längste durchgehende Bürgersteig ist. Uruguay verfügt über gut ausgebildete Arbeitskräfte.

Nach dem PISA-Bildungsvergleich wird Uruguays Bildungsqualität nur von Chile und Argentinien in Südamerika übertroffen.

Die Meinungs- und Pressefreiheit wird durch die Verfassung garantiert, was dazu beiträgt, dass Uruguay im Pressefreiheitsindex weltweit auf dem 19 Platz steht. Uruguay ist weltberühmt für den Maté-Tee, der auch in Argentinien verbreitet ist. Es handelt sich hierbei um einen ungezuckerten, bitter schmeckenden Tee, der Koffein enthält und daher eine gute Alternative zum Kaffee ist. Wenn du Montevideo besuchst, wirst du wirklich den Eindruck erhalten, dass die meisten Einwohner Montevideos regelrecht abhängig vom Maté-Tee sind.

Essen und Kultur in Uruguay

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Es führt also kein Weg daran vorbei, diese lokale Spezialität zu probieren und vielleicht für dich zu entdecken. Wie du vielleicht bereits vermutet hast, spielen Fleisch und tierische Produkte in der uruguayischen Küche eine sehr wichtige Rolle. Auch Fisch ist in der uruguayischen Küche beliebt. Eine weitere lokale Spezialität ist Chivito. Um es einfach zu halten: Man nimmt ein Stück Steak, stapeln es mit Schinken, Mozzarella, Spiegelei, Speck, Mayonnaise, Oliven, Tomate und Salat zu, legt es zwischen zwei Brötchen, wirft ein paar Pommes als Beilage zur Seite und schon hast du es zubereitet: der köstlichste Snack des Landes.

Ein weiterer Teil der uruguayischen Kultur ist der Sport. Fußball spielt hier eine besonders große Rolle. Denn obwohl in Uruguay nur 3,5 Millionen Menschen leben, hat Uruguay zweimal die FIFA-Weltmeisterschaft gewonnen – genau so oft wie Argentinien oder Frankreich. Die Tatsache, dass Uruguay sowohl an Argentinien als auch an Brasilien grenzt, kann ebenfalls als Vorteil interpretiert werden, da du in sehr kurzer Reisezeit diese beiden Länder bereisen kannst. Tatsächlich kann Argentinien sogar mit einer Fähre erreicht werden.

Die Hauptstädte Argentiniens und Uruguays liegen nur etwa 200 Kilometer voneinander entfernt. Mit der Fähre gelangt man in fast 2 Stunden nach Buenos Aires, was spontane Reisen nach Argentinien absolut möglich macht. Und ja, das bedeutet, dass das Boot ungefähr 100 Kilometer pro Stunde schnell fährt, was wirklich beeindruckend ist. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Bus nach Colonia de Sacramento zu nehmen, um dann auf eine Fähre nach Buenos Aires umzusteigen, die etwa 40 € pro Person kostet. Zu guter Letzt gehört Uruguay zu den sichersten Ländern Südamerikas.

Angesichts all dieser Vorteile ist es nicht verwunderlich, dass Uruguay als das Land mit der höchsten Lebensqualität unter allen südamerikanischen Ländern bekannt ist.

Lebenshaltungskosten in Uruguay

Doch was kostet es, in Montevideo zu leben? Wer mit 2000 € pro Monat in Berlin über die Runden kommt, der benötigt in Montevideo für denselben Lebensstil nur 1210 € monatlich auszugeben. Damit sind die Lebenshaltungskosten in Montevideo um fast 40% tiefer als die Lebenshaltungskosten in Berlin. Der Wohnraum ist jedoch teurer als in den umliegenden Ländern.

Eine Einzimmerwohnung im Zentrum von Montevideo kostet schnell bis zu 500 €.

Uruguay bietet Geschäftsvisa, Visa für Studierende, Familienzusammenführung und auch für humanitäre Notfälle an. Generell kann man aber sagen, dass du für ein langfristiges Auswandern finanziell selbst für dich sorgen können musst. Dies kann entweder in Form von Arbeit geschehen oder mit einer Rente. Da welches Visum für dich am besten passt, stark von deiner persönlichen Situation abhängt und sich diese Regulationen stets ändern, habe ich dir in der Videobeschreibung eine Webseite verlinkt, auf der du mehr Informationen über die Uruguayischen Visa erhalten kannst.

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