Auswandern – Abmeldung aus Deutschland

Richtige Abmeldung in der alten Heimat

Wenn du auswandern möchtest, dann ist es unumgänglich, dass du dich in deiner alten Heimat abmeldest. Wenn du dich aus Deutschland abmelden möchtest, dann gibt es einiges zu beachten. Du gibst damit sowohl Rechte als auch Pflichten auf, die mit einem Leben in Deutschland verbunden sind. Dabei gibt es jedoch einige Stolpersteine und wichtige zu beachtenden Faktoren, auf die ich im Folgenden kurz eingehen möchte, denn es reicht nicht, sich nur aus Deutschland abzumelden.

Es gibt in Deutschland die unbeschränkte Steuerpflicht und die beschränkte Steuerpflicht. Wenn du unter die unbeschränkte Steuerpflicht fällst, dann musst du dein gesamtes Einkommen in Deutschland versteuern, dabei ist es völlig egal, ob du deine Einnahmen auch in Deutschland generierst oder aber in einem anderen Land. Dies ist bei der beschränkten Steuerpflicht anders, hier musst du nur Einkommen versteuern, welches in Deutschland generiert wird, zum Beispiel wenn du Mieteinnahmen erzielst aus der Vermietung einer Immobilie in Deutschland.

Viel wichtiger ist es dementsprechend, dass du dafür sorgst, dass du nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland bist. Schließlich musst du dann die hohen Steuern in Deutschland bezahlen, obwohl du gar nicht mehr dort lebst und dein Einkommen wahrscheinlich auch an einem anderen Ort generierst.

Um die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland zu beenden, darfst du keinen Wohnsitz mehr in Deutschland haben. Das bedeutet, dass du keinen dauerhaften Zugang zu einer Wohnung oder einem Zimmer in Deutschland haben darfst. Du musst also nicht nur deine Wohnung aufgeben, nein, es reicht schon, wenn du einen Schlüssel zu einem Zimmer in deinem Elternhaus besitzt, sodass du theoretisch permanenten Zugang zu einem Zimmer in Deutschland hast, damit das deutsche Finanzamt dir einen Wohnsitz in Deutschland unterstellen kann. Falls du also eine Immobilie in Deutschland besitzt, so solltest du diese entweder verkaufen oder vermieten, sodass du keinen dauerhaften Zugriff auf diese Immobilie hast. Bei einer Vermietung müsstest du dann nur Steuern auf die Mieteinnahmen in Deutschland zahlen, sofern du dich aus Deutschland richtig abgemeldet hast.

Du darfst außerdem keinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Das bedeutet konkret, dass du dich nicht mehr als 183 Tage, und auch nicht mehr als 2 Monate am Stück, in Deutschland aufhalten darfst. Wenn du also zusammengerechnet mehr als 183 Tage im Jahr in Deutschland verbringst, so löst du auf jeden Fall die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland aus und musst dein gesamtes Einkommen in Deutschland versteuern.

Zudem darf dein Lebensmittelpunkt nicht mehr in Deutschland sein. Wanderst du also aus, deine Ehefrau und eure 2 Kinder bleiben aber in Deutschland, so wird dir das Finanzamt unterstellen, dass dein Lebensmittelpunkt trotz deiner Auswanderung immer noch in Deutschland ist, sodass du in Deutschland weiterhin unbeschränkt steuerpflichtig bist.

Diese 3 Punkte (Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt, Lebensmittelpunkt) musst du unbedingt beachten, wenn du auswanderst und keine Steuern mehr in Deutschland zahlen möchtest.

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ÜBER DEN AUTOR

Rudolf Grafe ist Globetrotter und Experte für Online-Marketing und hat Deutschland vor 11 Jahren verlassen. In diesem Blog berichtet er über seine Erfahrung als Auswanderer und gibt Einblick in die Welt eines Digital-Nomaden

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